Bedeutende Ereignisse 2024
Neue Etappe für die Wasserkraftprojekte
Der Bund gibt grünes Licht für acht Projekte zum Ausbau der Wasserkraftproduktion im Wallis. Im Rahmen des nationalen runden Tisches wurden 2021 sechzehn Projekte identifiziert, die eine saisonale Speicherproduktion von 2 TWh erreichen sollten. Mit 1,2 TWh stellt dieses Paket 60 % des Potenzials dar. Die Genehmigung des angepassten kantonalen Richtplans durch das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation ermöglicht dem Kanton, die Planungsverfahren für jedes dieser Projekte auf lokaler Ebene weiterzuführen. FMV ist für die Erhöhung der Staumauern von Gries und Oberaletsch Klein zuständig. Die übrigen betroffenen Projekte sind Chummensee, Mattmark, Moiry, Gorneli, Les Toules und Emosson. Gegenwärtig werden Partnerschaften mit Walliser und Schweizer Akteuren gebildet.
FMV unterstützt überall im Wallis die lokalen Partner
FMV setzt sich für die lokalen Partner ein. Dies betrifft insbesondere die Projekte der Partner mit einem Potenzial von nationaler Bedeutung. In diesem Zusammenhang unterstützt das Unternehmen die Entwicklung des Nordischen Zentrums Goms während sechs Jahren mit dem Energielieferanten Enalpin, einem soliden und in der Region verankerten Partner. Diese Vereinbarung unterstreicht den Einsatz von FMV zugunsten der Wasserkraft im Goms seit Jahrzehnten und stärkt die Zusammenarbeit mit den Talgemeinden. In derselben lokalen und kantonalen Logik ist FMV die Hauptpartnerin von Ski-Valais.
FMV entwickelt ihr Kompetenzzentrum für die Wasserkraft
Seit Beginn des Jahres können die von FMV geleitete Netzleitstelle des Hochspannungsnetzes (NLC) und die Abteilung Energiemanagement des Unternehmens Kaufs- und Verkaufsaufträge 24/24 Stunden übermitteln. Diese werden automatisch ausgeführt. Gegenwärtig wird ebenfalls der Einsatz dieses Instruments für das flexible Management gewisser Anlagen getestet. Damit wird eine effizientere Gestaltung der Tätigkeiten des Unternehmens im Bereich der Transaktionen bezweckt.
Konsolidierung von Valgrid im Hinblick auf die grossen energetischen Herausforderungen
FMV ist von der Walliser Gesellschaft für das Hochspannungsnetz Valgrid mit der globalen Verbesserung dieses kantonalen Stromnetzes beauftragt. 2024 sind zwei Projekte zu erwähnen: einerseits die Stärkung des Rückgrats im Mittelwallis mit der Erhöhung der Verteilungskapazität und andererseits die Verbesserung der Versorgungssicherheit im Mattertal. Bis 2035 sind Investitionen in der Höhe von 300 Millionen Franken vorgesehen. Die Konsolidierung des Walliser Hochspannungsnetzes ist ein strategischer Auftrag zur Bewältigung der energetischen Herausforderungen der Schweiz.
Eine neue und vielseitige Website für ein breites Publikum
Die neue Website von FMV wird an der Generalversammlung offiziell lanciert. Auf der Plattform stehen vielfältige Informationen für das breite Publikum, die politischen Behörden und die Spezialisten zur Verfügung. Auf einer Karte ist die gesamte Walliser Wasserkraft auf einen Blick ersichtlich. Mit einem Klick auf die entsprechenden Standorte stehen die Details der Anlagen mit ihren spezifischen Eigenschaften zur Verfügung.
Eine verstärkte Entwicklung des Unternehmens
Der Bereich Unternehmensentwicklung (DE) konzentriert sich auf die Umsetzung der strategischen Projekte, die Verwaltung der beteiligten Parteien, das System des integrierten Managements und die Digitalisierung. Zudem werden Prognosen, welche die Behandlung von verschiedenen Daten integrieren und für alle Abteilungen zweckdienlich sind, ausgearbeitet.
Positive Beispiele starker Geschäftspartnerschaften
FMV intensiviert ihre Beziehungen zu den natürlichen Partnern. Das Unternehmen ist von den Gemeinden Hérémence, Mont-Noble, Saint-Martin und Vex mit der Verwaltung und Vermarktung des Stroms beauftragt, der von den Forces Motrices de la Borgne und de la Première Dixence produziert wird. In diesem Sinn besteht ein Vertrag über fünf Jahre zwischen FMV und Oiken. Ab 2027 profitiert der Verteiler von einem Teil der gesamten Jahresproduktion dieser Wasserkraft. FMV wird weiterhin den Rest des Portfolios verwalten.
Andere vielversprechende Beispiele sind 2024 die Unterzeichnung des Vertrags zur Verwaltung der Produktion der Gemeinden Grengiols, Ernen und Binn, Partner des KW Rhone-Binna, sowie der Abschluss eines langfristigen Vertrags zwischen FMV und den Services Industriels von Genf (SIG). Dieser Vertrag senkt die Risiken in Zusammenhang mit den Marktschwankungen und trägt zu einer Grundversorgung der SIG mit einheimischer und erneuerbarer Energie bei. Diese Art von Verträgen führt zu privilegierten, ausgewogenen und profitablen Beziehungen. FMV verfolgt damit weiterhin ihren Auftrag, die Beziehungen zu intensivieren und mit Konzessionsgemeinden und Stromversorgungsunternehmen Partnerschaften aufzubauen.
FMV mit einer Investition von 2,5 Milliarden innerhalb von 30 Jahren
FMV teilt an ihrer jährlichen Medienkonferenz im Juni eine Investition von 2,5 Milliarden Franken zwischen 2025 und 2055 mit. Dieser Betrag ist notwendig für die Beteiligung am Heimfall der Konzessionen, die Realisierung zahlreicher Projekte zur Steigerung der Stromproduktion in der Winterzeit und die Gewährleistung der Versorgungssicherheit des Landes.
Die Auswirkungen der Unwetter auf das Wallis und seine Wasserkraft
Die wiederholten Hochwasser im Juni wirken sich auf die gesamte Bevölkerung und die Walliser Wirtschaft aus. Im Bereich der Wasserkraft sind die Laufwasserkraftwerke und die Speicherwasserkraftwerke stark betroffen. Der Betrieb der Zentrale von Chippis-Rhône, die rund einen Viertel der Produktion von FMV ausmacht, ist unterbrochen. Eine optimierte Variante mit der Kombination von Unterhalt und Erneuerung ermöglicht die Wiederaufnahme der Produktion ab 2026. Andere Anlagen sind von den Hochwassern weniger betroffen. Nach den notwendigen Reparaturarbeiten nehmen diese ihren Betrieb teilweise oder vollständig wieder auf. FMV arbeitet auch an der Wiederherstellung der beschädigten Hochspannungsnetze ihrer Kunden und Partner. Die Versicherungsleistungen ermöglichen eine Begrenzung der Verluste.
Ein 2. Paket von Walliser Wasserkraftprojekten
Zusätzlich zu den acht Projekten von nationaler Bedeutung zur Steigerung der Wasserkraftproduktion im Wallis analysiert der Kanton ein 2. Paket von neun Projekten auf dem Kantonsgebiet mit einem Potenzial von 1,35 TWh. Von den 29 Projekten, die FMV 2020 in ihrer Grundstudie über das Potenzial der Wasserkraft im Wallis identifizierte, sind 17 Projekte vom Kanton als vielversprechend eingestuft worden.
FMV in allen Regionen des Wallis präsent
FMV ist auf dem gesamten Kantonsgebiet tätig. Das Unternehmen hat Niederlassungen in Martinach und Naters eröffnet, um näher an seinen Partnern zu sein und die Kontakte mit den Gemeinden, den Verteilern und der Industrie zu erleichtern. Der Hauptsitz befindet sich in Sitten. FMV verfügt über eine Netzleitstelle in Chalais und ein Unterhaltszentrum in Vernayaz für die Werke im Unterwallis.
FMV als unumgänglicher Schweizer Akteur für die Versorgungssicherheit in den Wintermonaten
Während das Volk mit einem Stimmenanteil von 68 % das neue Stromversorgungsgesetz annimmt, geht die Umsetzung der grossen alpinen Photovoltaikprojekte (APV) weiter. In diesem Zusammenhang stärkt FMV ihre Position als unumgänglicher Akteur in Zusammenhang mit der gegenwärtigen strukturellen Energiekrise der Schweiz, insbesondere im Winter.
Projekte für zwölf Anlagen befinden sich im Wallis 2024 in verschiedenen Entwicklungsstadien. FMV leitet die Projekte von Hohsaas und Grengiols, die öffentlich ausgeschrieben werden, sowie die Projekte von Gries und Gibidum, deren Baugesuche eingereicht sind. FMV ist ebenfalls Partnerin auf der Belalp, in Gampel-Jeitzinen, in Gondo, auf Pra Fleuri und im Vispertal.
Trotz Einsprachen, komplexer Verfahren für die Baubewilligung und Herstellungskosten, die über dem Marktpreis liegen, sind die Projektträger weiterhin davon überzeugt, dass diese Anlagen für die Versorgungssicherheit notwendig sind.
Vertrauensvolle Partnerschaften für die gemeinsame Bewältigung des Heimfalls der Konzessionen
FMV setzt weiterhin ihren Auftrag um, der darin besteht, die Beziehungen zu vertiefen und mit den Konzessionsgemeinden und Stromversorgungsunternehmen Partnerschaften aufzubauen, um gemeinsam den Heimfall der Konzessionen zu bewältigen, die gemeinsame Plattform für das Energiemanagement zu betreiben und das Wasserkraftwerk Wallis zu entwickeln.
Für 2024 sind vier strategische Beispiele zu erwähnen:
- Der Kanton Wallis beschliesst, sein Beteiligungsrecht in der Höhe von 30 % für die Wasserkraftnutzung von Orsières (FMO) geltend zu machen, die 2027 heimfällt. Die vom Kanton erworbene Beteiligung wird gemäss den Marktbedingungen an FMV weiterverkauft, die so die Interessen des Walliser Gemeinwesens gewährleistet. FMV wird damit zum industriellen Hauptpartner dieser Anlage, die 110 GWh pro Jahr produziert. Die Konzessionsgemeinden unternehmen mit unserer Unterstützung weiterhin die notwendigen Schritte in Zusammenhang mit den Anträgen für die künftigen Konzessionen.
- Im Dossier Dixence-Cleuson arbeitet das gesamte Walliser Gemeinwesen in gegenseitiger Absprache und in einer erfolgreichen, vertrauensvollen Partnerschaft mit FMV. Wir sind nämlich mit der Koordination des Dossiers der Anträge für die Neukonzessionierungen beauftragt worden. Diese sollen Ende 2031 in Kraft treten. Die Konzessionärsgesellschaft besteht aus den Konzessionsgemeinden Hérémence, Nendaz, Vex, Mont-Noble, Sitten und Saint-Martin sowie dem Staat Wallis. Die Anlage Dixence – Cleuson besteht aus der Staumauer von Cleuson, einem Achtel der Staumauer der Grande-Dixence, zwei Pumpwerken und der Produktionszentrale von Chandoline. Jährlich werden mehr als 86 Millionen m3 Wasser gefasst, um 380 GWh an nachhaltigem Strom herzustellen.
- Das Dossier Gougra zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen deutsch- und französischsprachigen Gemeinden auf. Die Konzessionen der Gesellschaft Forces Motrices de la Gougra (FMG) betreffend die obere Stufe der Anlage laufen 2039 aus. Die Stufen von Mottec und Vissoie werden vom Wasser der Navizence und der Turtmänna gespeist. Insgesamt produzieren diese Anlagen jährlich eine Energie von 450 GWh. Ein Teil davon bildet im Staudamm von Moiry eine wertvolle Speicherenergie. Im Rahmen des Heimfallrechts der oberen Stufe haben sich die Konzessionsgeber in der Gesellschaft der Konzessionsgemeinden von FM Gougra 39 zusammengeschlossen, um das Dossier zu behandeln. Die Gesellschaft hat FMV mit der Verwaltung der neuen Konzession beauftragt.
- Die Stadt Lausanne profitiert über ihre services industriels (SiL) bis 2030 von einer doppelten Konzession für die Nutzung der Wasserkraft der Rhone im Rahmen der Wasserkraftnutzung von Lavey. Die beiden Konzessionen sind von den Kantonen Waadt und Wallis gewährt worden. Die Walliser Konzession deckt 58 % und die Waadtländer Konzession 42 % der Produktion ab. Der Kanton Wallis übt sein Heimfallrecht gemäss den gesetzlichen Grundlagen und der Wasserkraftstrategie aus. Die Partner FMV und SiL führen vertiefte Gespräche über die Zukunft der Anlage von Lavey ab 2031. Im Rahmen eines Konsortiums arbeiten wir gemeinsam die Unterlagen für die neuen Konzessionen aus.